Pauschalvergütung

Der Urheber hat für die Verbreitung seiner Werke das Recht, eine Vergütung zu verlangen. Nachdem Urheberrechtswerke mittels Fotokopierer und Tonbandgeräten vervielfältigt werden konnten und damit private Nutzer anonym Privatkopien herstellen können, hat der Gesetzgeber das Recht auf Privatkopie eingeführt. Der Urheber hat also eine Nutzung hinzunehmen, ohne dass er erneut um seine Einwilligung ersucht wird.

Um einen Interessenausgleich zu schaffen und den Urheber hierfür angemessen zu entschädigen, sind seit 1965 Pauschalvergütungen für die Geräte und Speichermedien eingeführt worden. Dafür wird den Urhebern ein finanzieller Ausgleich durch Pauschalvergütungen ermöglicht, weil die Kontrolle der tatsächlichen Nutzung als Privatkopie nicht kontrollierbar war. Dies hat sich inzwischen geändert, denn digitale Technologien machen heute eine effektive Kontrolle von Vervielfältigungen durch den Urheber möglich.

Bis 2007 waren die Vergütungssätze gesetzlich festgelegt. Seit 2008 gibt es neue Kriterien für die Festlegung einer angemessenen Pauschalvergütung. Diese ist zwischen Verwertungsgesellschaften und den Verbänden der Zahlungspflichtigen frei auszuhandeln.