Trauer um Christamaria Hofmann

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Der Informationskreis AufnahmeMedien trauert um seine ehemalige Geschäftsführerin Christamaria Hofmann, die am 26. Januar 2013 im 66. Lebensjahr verstorben ist.

Fast ein Vierteljahrhundert lang hat Christamaria Hofmann, vormals Jaschek, die Geschicke des Verbandes mit Kreativität, Mut, Herz und freudigem Einsatz geleitet.

Schon knapp ein Jahr nach der Gründung übernahm sie die Geschäftsführung unseres damals noch Informationskreis Magnetband genannten Verbandes. Der Gesamtvertrag mit der ZPÜ über die urheberrechtliche Vergütung von Aufnahmemedien wurde vor allem auch dank ihrer umsichtigen und verlässlichen Handhabung ein Erfolg und hatte über 20 Jahre Bestand.

Die Herausforderungen durch die Einführung der Digitaltechnik nahm sie an. Gemeinsam mit den engagierten Mitgliedern überzeugte sie die Verwertungsgesellschaften, Vergütungssätze für derartige, im Gesetz nicht wirklich vorgesehene Produkte im Verhandlungswege festzulegen. Diese fortschrittliche Praxis beeindruckte auch den Gesetzgeber. Seit 2008 sind Industrie und Verwertungsgesellschaften allgemein gehalten, sich im Verhandlungswege über die Vergütungspflicht und –höhe der Produkte zu einigen. Der IM war denn auch federführend beim Abschluss des ersten allgemein anerkannten Gesamtvertrages nach dem neuen Recht, der die Vergütung für bis dahin nicht erfasste Produkte (Speicherkarten und USB-Sticks) festlegte.

Ihr offenes und freundliches Wesen zusammen mit ihrer hohen fachlichen Kompetenz eröffnete ihr gute Kontakte in die Politik. Ihr diplomatisches
Gespür war untrüglich. Als sie sich 2011 ins Privatleben zurückzog, übergab sie ihrer Nachfolgerin einen sehr effizienten, allgemein hoch angesehenen Verband, den wir in ihrem Sinne weiterführen. Leider war ihr nur ein kurzer Ruhestand vergönnt.

Wir werden ihrer stets in Dankbarkeit gedenken.

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