Quo vadis Urheberrecht? #urheberdebatte @SZ_Digital

Es ist eigentlich unglaublich, aber in einem Punkt scheinen sich parteiübergreifend alle einig zu sein: Das Urheberrecht in seiner jetzigen Form ist veraltet.

Das jetzige System des Urheberrechts stammt aus einem analogen Zeitalter und ist nicht mehr mit der digitalen Realität zu vereinbaren. Es lässt sich dem Konsumenten schwerlich vermitteln, warum er für ein bereits gezahltes Musikstück nochmals bezahlen soll, nur weil er es von seinem Handy auf seine Festplatte kopiert oder er es zur Sicherung auf eine Backup-Platte schiebt? Oder warum für das kostenlose Rezept aus dem Internet ebenfalls eine Urheberabgabe fällig sein soll, wenn man es zum Nachbacken speichert? Und ist das virale Marketing, das zur Verbreitung gedacht ist, das dazu bestimmt ist, dass kopiert und weitergegeben wird, tatsächlich auch vergütungspflichtig? Die Fragestellungen werden immer vielfältiger und komplexer und die Anlehnung an die alte analoge Welt funktioniert einfach nicht mehr.

Verschiedene Bundestagsabgeordnete haben sich zum Urheberrecht und möglichen Lösungen bei sueddeutsche.de geäußert und interessante Ausblicke eröffnet:

Dr. Peter Tauber (CDU) (http://bit.ly/yUIvhn), Björn Böhning (SPD) http://bit.ly/wXW3Tk, Jimmy Schulz (FDP) http://bit.ly/yqiZls und Sebastian Nerz (Piratenpartei) http://bit.ly/wDvrzC.

Einig ist man sich darüber, dass der Urheber und das geistige Eigentum geschützt werden müssen. Einig ist man sich auch, dass das jetzige System eben nicht mehr funktionieren kann und das Urheberrecht grundlegend modernisiert werden muss. Aber wie soll dann ein gerechtes System aussehen? Die Ansätze der verschiedenen Politiker sind vielfältig. Auf DRM-Systeme oder Geschäftsmodelle wie z.B. iTunes bauen? Oder lieber eine Kulturflatrate einführen? Oder wie soll die Zukunft aussehen? Die Beiträge sind sehr lesenswert!

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